Heilpraktikerin für Psychotherapie

Klangtherapie (Klangschalenmassage) in der Schwangerschaft

Klingende Schwangerschaft

Der klare Ton der Zenschale zeigt das Ende der Klangtherapie an. Meine Klientin, eine werdende Mama in der 32. Schwangerschaftswoche, bedankt sich bei mir für die Klangmassage. Ein zartes Rosa färbt ihre Wangen, ein seliges Lächeln liegt auf den Lippen. Sie seufzt wohlig und streichelt zärtlich über ihren Bauch. Mit einem „Eigentlich mag ich gar nicht aufstehen.“ fängt sie an sich zu räkeln. Verschwunden sind die angespannten Gesichtszüge, die Augenränder, der ängstliche sorgenvolle Blick mit denen ich sie während der ersten Schwangerschaft kennenlernte.

Kombiniert mit den Vorsorge Terminen bei der Frauenärztin kommt sie zu mir zur Klangmassage. So hat sie keine zusätzlichen Wege und muss sich auch nicht extra um eine Betreuung für das erstgeborene Kind kümmern.

Gut auf die linke Seite gelagert (Entlastung der Vena cava), mit gestütztem Bauch, einem Kissen zwischen Beinen und Füßen kann sie die Klangmassagen genießen. Während der Anwendung verlagert sich der Focus der Aufmerksamkeit auf die Mitte, den Bauch. Ein Gefühl der Geborgenheit kann entstehen. Die werdende Mama spürt hin zum Baby, verbindet sich gedanklich mit dem wachsenden Leben in der Gebärmutter, dem „Nestchen“.

Oftmals beginne ich die Klangmassage mit Atemsuggestionen z.B. der Übung „Die sich öffnende Lotusblume.“

Die werdende Mama stellt sich vor ihr Baby in der Gebärmutter wäre in einer Lotusblüte. Mit jeder Einatmung öffnen sich deren Blütenblätter, das Baby bekommt Raum und die Mama kann vielleicht einen Blick auf den Fötus in der Blüte werfen.

Mit der Ausatmung schließt sich die Blüte, das Baby wird wieder eingekuschelt. Es ist geschützt und geborgen. Innere Bilder können Ängste nehmen, schaffen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Das Wissen darum stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper. Die werdende Mama kann sich vertrauensvoll den Herausforderungen der Geburt stellen. Dies ist besonders wichtig in Hinblick auf eventuelle Krisen, zum Beispiel einem Kaiserschnitt. Durch passende Affirmationen können positive Geburtsbilder verankert werden. Der Zugang zu Instinkten und Wissen kann geöffnet werden.

Wenn die Mama es wünscht, lade ich den werdenden Papa ein, es sich während der Klangmassage in einem großen bequemen Sessel nicht weit von der Liege gemütlich zu machen. Es ist berührend zu sehen, wie die Gesichtszüge des werdenden Papas ganz weich werden und er mit liebevollem Blick den Klängen und den leisen Atemzügen der werdenden Mama lauscht. Es dauert meist nicht lange, bis sich die ruhigen Atemzüge auf ihn übertragen und er ebenfalls tief entspannt.

Manchmal sind die Kleinen zu ruhig bzw. zu lebhaft, um ein aussagekräftiges CTG (Messung der Wehen der Mutter und gleichzeitig der Herztätigkeit des Ungeborenen) zu schreiben. Oftmals gelingt es dann, sie mit den Klängen z. B. einer kleinen Herzschale zu „locken“. Müde Babys werden munter, neugierig und sehr lebhafte ruhiger.

Sind dann die Babys geboren, und haben die ersten Wochen des Ankommens erlebt, dann kann eine Klangmassage insbesondere nach schlafarmen Nächten eine Wohltat sein. In schöner Erinnerung ist mir hier eine besondere kleine Familie. Eine völlig erschöpfte Mama kam zur Klangmassage. Es fiel ihr sehr schwer, sich von dem Baby zu trennen und ihn der Fürsorge des Papas zu übergeben.

Ich machte daher den Vorschlag, dass der Papa und der kleine Sohn es sich auf der Liege im Nachbarraum, die direkt an der Wand zu meinem Klangraum stand gemütlich machen könnten. So war die Mama beruhigt und konnte den Kleinen dem Papa beruhigt „überlassen“. Die Mama entspannte sichtlich bei einer sanften Klangmassage. Nach der Anwendung ging sie leise zu ihren inzwischen friedlich schlafenden „Jungs“, genoss eine Weile deren Anblick und weckte dann den Papa. Dieser berichtete von den sanften Klängen und Schwingungen, die durch die dünne Wand ihren Weg zu Sohn und Papa gefunden hatten. So konnten alle drei entspannt den Tag genießen.

 

Eine Klangmeditation für die Schwangerschaft

 

Lege dich ganz bequem hin,

nimm deine Herzschale und stelle sie entweder auf deine Brust bzw. wenn du auf der Seite liegst so davor, dass du sie bequem anklingen kannst.

 

Spüre das Fließen deines Atems.

 

Nimm wahr, wie sauberer Atem tief in dich einströmt

und deine Bauchdecke sich sanft hebt.

 

Klinge passend dazu deine Herz Klangschale an.

 

Genieße einige Minuten die sanften Klänge und Vibrationen.

 

Sei ganz bei dir.

 

Nun stell dir vor, wie dein Atem sich immer weiter bis zu deinem Baby ausdehnt und dieses mit Energie erfüllt.

Sanft unterstützt du den Weg des Atems mit den Klängen deiner Herzschale.

 

Dein kleiner Schatz befindet sich sicher und geschützt in dir.

 

Vielleicht ist es durch die Klänge neugierig und lebhaft geworden - vielleicht träumt es und ist ganz ruhig.

 

Und es könnte sein, dass du versuchst dir vorzustellen, wie es wohl aussehen mag.

 

Spüre die Verbindung zu deinem Kleinchen.

 

Manchmal kannst du in dein Inneres sehen,

welches sich mit jeder Einatmung zart wie eine Blüte öffnet und dir einen Blick auf dein Kleines erlaubt.

 

Nur einen Augenblick.

 

So schön.

 

Mit der Ausatmung schließt sich die Blüte, und gibt deinem Kind Wärme und Geborgenheit.

 

Wiederhole die Übung einige Minuten.

 

Und du bist ganz ruhig und gelassen. Es geht euch gut.

 

Diese Übung kann variiert werden. Vielleicht möchte der werdende Papa oder das Geschwisterkind die Herzschale anspielen. Der Papa kann die werdende Mama dabei in die Arme nehmen.

Probiert aus,was euch als Familie gut tut.

Und genießt das liebevolle Zusammensein beim Lauschen der Klänge.