Heilpraktikerin für Psychotherapie

Tai Chi und Klang

 

Es ist Montag Abend. Pünktlich kommen meine Kursteilnehmer zur gewohnten Tai Chi Übungsstunde. Entweder haben sie einen langen Arbeitstag hinter sich, oder bewältigen aufgrund einer Erkrankung mühsam den normalen Alltag. Manche sind schon sehr müde, andere wiederum überdreht. Doch etwas haben sie gemein.

Alle freuen sich auf das Beisammensein, die entspannenden Bewegungen des Tai Chi und die zarten Schwingungen und Töne der Klangschalen.

Und so heiße ich meine Leute willkommen. Manchmal geschieht das, indem sie nacheinander in die XL Schale steigen und das Aufsteigen der Schwingungen im Kontext mit dem Lauschen der facettenreichen Obertönen genießen. Dann wiederum stehen die Teilnehmer im Kreis, ich klinge die Universalschale oberhalb des Kopfes an und führe die Schale dann hinter dem Körper nach unten. Das ist eine Technik aus der Peter Hess Klangmassage-das Ankommen.

Manchmal gehe ich mit der Herzschale von Teilnehmer zu Teilnehmer und schenke jedem einen Herzton. Das mache ich besonders gern an den Tagen, wenn es den Teilnehmern spürbar nicht gut geht. Schnell mildert sich die Anspannung in den Gesichtern. Die Atmung verändert sich, wird tief und ruhig, manchmal ganz leicht. Der Kopf hebt sich, der Blick ist nach vorn gerichtet, die Schultern sinken, die Wirbelsäule, die energetische Verbindung zwischen Himmel und Erde, richtet sich auf. Dieses sind wiederum wichtige Prinzipien des Tai Chi. So sind meine Teilnehmer gut vorbereitet für die sanften langsamen koordinierenden Bewegungen des Tai Chi.

Sind Statik Übungen Inhalt der Stunde, können die Klänge einer Klangschale dazu beitragen, Verspannungen in der Haltung sowohl im Inneren als auch im Äußeren zu lösen. Das rhythmische Anklingen der Klangschale kann unterstützend eingesetzt werden, um zu langsamen gleichmäßigen Bewegungen zu finden. Manchmal spiele ich den Gong, während meine Tai Chi Schüler die Form, so wird die Aneinanderreihung der Figuren genannt, selbständig laufen. Die archaischen Klänge vertiefen die Ruhe und das harmonische Empfinden. Manche Bewegungsabläufe lassen sich gut mit der klingenden Schale spiegelnd erlernen.

Nach der traditionellen Tai Chi Verabschiedung verbinde ich die spürbar gute Energie der Gruppe gern mit einer Lemniskate, einem weiteren Element der Peter Hess Klangmassage. Jeder ist ganz bei sich und gleichzeitig wird das Gefühl des Getragen Seins bei jedem Übenden vertieft.

Gern gebe ich einen Klang mit auf den Weg nach Hause. Meine Teilnehmer berichten von den positiven Auswirkungen auf den Schlaf.

Beim Einzeltraining lasse ich bestimmte Übungen in der XL Schale stehend ausführen.

 

Tai Chi Übungen und der Klang im Kontext sind elementare Bestandteile in der Arbeit mit meinen Klienten. Beide Verfahren basieren auf Achtsamkeit, Wertfreiheit und fördern das Loslassen.

Es geht um das Wahrnehmen und Spüren. Bestimmte Körperpartien werden gelockert, Selbstheilungskräfte werden aktiviert, kreisende Gedanken können zur Ruhe kommen. Der Mensch kann sich selbst positiv wahrnehmen.